Object: Von Gottes Gnaden Wir Ernst August,Hertzog zu Sachsen, Juelich, Cleve und Berg, auch Engern und Westphalen ... Fügen hiermit denen Unter-Obrigkeiten, Gemeinden und sämtlichen Unterthanen Unsers Weimarischen Fürstenthums zu wissen, welchergestalt Uns Unsere bey letztern Ausschuß-Tage versammlet-gewesenen getreuen Stände des engern und weitern Ausschusses ... zu vernehmen gegeben, was maßen bißhero das Schaaf-Viehe an sehr vielen Orten mit der Raude angegangen und dieses Ubel dermaßen überhand genommen, daß fast kein Wehren helffen wollen, auch wie man wahrgenommen, daß die vornehmste Ursache solches Ubels diese gewesen, daß bey Annehmung derer Hirten die behörige Vorsicht nicht gebrauchet, sondern darzu öfters liederliche, fremde und untüchtige Leute, ohne der Obrigkeit Vorwissen, angenommen worden, ... Als befehlen Wir hiermit, daß nicht allein die Gemeinden und Unterthanen in Städten, Flecken, Dörffern und Höfen, bey Annehmung ihrer Schaaf- und anderer Hirten, auf redliche und tüchtige Personen sehen, und solche zu behöriger Examinirung vor ihre ordentliche Unter-Obrigkeiten bringen; sondern auch obbemeldte Unter-Obrigkeiten sie seyen Unsere Beamten, Räthe in Staedten, ... , die zu Hirten vorgeschlagene ... Personen wegen ihrer Tüchtigkeit, ... genau examiniren, und alsdenn ... dieselben admittiren sollen. ... Zu Urkund ist dieses Patent in Druck gegeben und zu jedermanns Wissenschafft oeffentlich angeschlagen worden. So geschehen und geben in Unserer Residenz zu Weimar, den 16. Novemb. 1729. Ernst August, H. z. S.

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